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Wonach richtet sich die Höhe des Unterhalts?

Düsseldorfer Tabelle 2017


Wer Kinder hat, muss für sie Kindesunterhalt leisten. Das kann in Form von Betreuung und finanzieller Unterstützung erfolgen. Trennt sich das Paar, muss derjenige, der arbeiten geht, seinen Partner un-terstützen, der auf die Kinder aufpasst und so auf ein eigenes Vollzeit-Einkommen verzichtet. Bis zur Scheidung muss er also zusätzlich Trennungsunterhalt zahlen. Wonach bemisst sich, wie viel an Un-terhalt zu leisten ist?

Die Höhe des Unterhalts richtet sich zum einen nach der Bedürftigkeit des Unterhaltsberechtigten und zum anderen nach der Leistungsfähigkeit des Unterhaltsverpflichteten. In der Regel ist jedenfalls ein Mindestunterhalt zu zahlen.

Die Leistungsfähigkeit des Unterhaltsverpflichteten bemisst sich nach seinem Einkommen und sonsti-gen Vermögen. Zur Unterhaltsberechnung ist der dazu verpflichtet, Kontoauszüge und Verträge vorzu-legen.

Die Bedürftigkeit des Kindes bemisst sich grundsätzlich nach seinem Lebensbedarf entsprechend seines Alters. Es ist Unterhalt für sein leibliches Wohl sowie für seine Ausbildung zu leisten. Die Un-terhaltspflicht endet daher auch nicht mit Erreichen der Volljährigkeit, sondern erst mit Beendigung einer vollständigen Ausbildung. Das kann auch ein Studium umfassen.

Die Bedürftigkeit des Lebenspartners bemisst sich danach, wie viel Zeit er für die Betreuung aufwen-den muss. Bei einem Kleinkind kann da die Erwerbstätigkeit zunächst vollständig wegfallen, während bei einem größeren Kind zu erwarten ist, dass zumindest in Teilzeit gearbeitet wird.

Die Höhe des Unterhalts ist häufig größter Streitpunkt. Sie bemisst sich daher neben den konkreten Anhaltspunkten des Einzelfalls auch an Leitlinien. Hierzu herangezogen wird die Düsseldorfer Tabelle. Diese beruht auf Koordinierungsgesprächen zwischen Richterinnen und Richtern der Familiensenate der Oberlandesgerichte Düsseldorf, Köln, Hamm, der Unterhaltskommission des Deutschen Familien-gerichtstages e.V. sowie einer Umfrage bei den übrigen Oberlandesgerichten.

Jedes Jahr erscheint eine Neuauflage der Düsseldorfer Tabelle. Die Neuauflage für 2017 ist kürzlich herausgekommen. Der Mindestunterhalt für Kinder hat sich danach erhöht: In der ersten Altersstufe beträgt er 342 €, in der zweiten Altersstufe 393 € und in der dritten Altersstufe 460 €.




mitgeteilt von Änne Dingeldein
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