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Vortrag am 24.01.2008
Solange wie möglich selbstständig sein
Vortrag und Diskussion
Vortrag von Herrn Rechtsanwalt Günther Dingeldein,
Fachanwalt für Arbeitsrecht und Erbrecht
im Rahmen einer Veranstaltung des Frauenbüros Bensheim
Im Grunde genommen haben die Menschen zwei Wünsche:
Alt werden und dabei jung bleiben.
Leider gehen diese Wünsche selten in Erfüllung. "Was aber geschieht mit uns, wenn wir alt sind?", ist eine häufig gestellte Frage.
Dabei denken die Meisten daran, auch im Alter möglichst in der gewohnten Umgebung zu bleiben und nicht in ein Pflegeheim zu müssen. "Solange wie möglich selbstständig sein", das ist ein Wunsch, der schon realistischer aussieht, als der zu Beginn geäußerte. Die Realität sieht jedoch anders aus: Lebten 1996 noch etwas mehr als 380.000 Menschen in Pflegeheimen, so waren es 2004 bereits 650.000. Dies ist eine Steigerung von 69 %. Die früher übliche häusliche Pflege (Pflege durch Verwandte, meist in Großfamilien) nimmt immer mehr ab, obwohl gegenläufig dazu die Pflegebedürftigkeit aufgrund der immer älter werdenden Gesellschaft drastisch steigt. Im Jahre 1996 wurden 1,16 Mio. Menschen zu Hause gepflegt. 2004 waren es nur noch 1,36 Mio. und damit 17 % weniger als acht Jahre zuvor.
Die Tendenz ist eindeutig: Immer mehr Menschen kommen im Alter ins Pflegeheim. Nach einem Bericht des Wirtschaftsmagazins "Brandt I" sollen die notwendigen Investitionen im Pflegebereich bis zum Jahr 2020 auf die ungeheure Summe von 50 Milliarden Euro steigen. Der Bundesverband der Diakonie erwartet in den nächsten 20 Jahren einen zusätzlichen Bedarf von 400.000 Pflegefachkräften. Die Pflege ist zum Geschäft geworden!
Der Vortrag befasst sich mit den Alternativen zum Pflegeheim. Hierbei werden Wohnformen wie betreutes Wohnen, Alten-WGs und Generationen-Projekte beschrieben. Die Voraussetzungen, die notwendig sind, um solche alternativen Wohnformen in Gang zu bringen, werden beleuchtet. Dasselbe gilt für die Kosten, die aufzuwenden sind. In diesem Zusammenhang werden die Leistungen der Pflegekasse erwähnt. Kompliziert wird es nämlich dann, wenn sowohl private Pflegeleistungen als auch Leistungen eines Sozialdienstes in Anspruch genommen werden sollen. Wie viel zahlt dann die Pflegekasse?
Die klassische Alternative zum Pflegeheim ist immer noch die Beschäftigung einer Haushaltshilfe. Die meisten tätigen Haushaltshilfen sind leider illegal beschäftigt. Meist werden diese bereits durch eine illegale Vermittlungsstelle vermittelt. Wie teuer eine legal beschäftigte Haushaltshilfe kommt, (sogenannte Effektivkosten) wird ebenfalls dargestellt.
Der Vortrag findet am
Donnerstag, den 24.01.2008, um 20.00 Uhr im Frauenbüro Bensheim,
in der Rodensteinstraße 8 am Ritterplatz (neben Bergsträßer Anzeiger)
statt.
Interessenten wenden sich bitte direkt an das Frauenbüro der Stadt Bensheim
unter der Telefon-Nr. 0 62 51 / 8 56-0 03.
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